>Structures of Clearing<

Zygmunt Blazejewski

Werkdaten

Titel
Structures of Clearing
Werk-Kategorie
Malerei / objekthafte Arbeit
Format
60 × 60 × 0,05 cm
Signatur
Auf dem Bildrücken signiert "zb-jewski"
Technik
Sprayfarbe und Pigment auf Kunststoffplatte
Träger / Material
Kunststoffbodenplatte (Atelierunterlage)
Serie
Aus einer Reihe von Arbeitsunterlagen der Serie „Thanks to Material
Status
Einzelwerk innerhalb einer offenen Serie von Unikaten, erhältlich auf Anfrage

Bild und Komposition

Auf der quadratischen Platte überlagern sich breite, wolkenartige Goldschleier mit einem kühlen Blau. Die Oberfläche wirkt wie ein topografischer Plan, in den sich Kreise, Rechtecke, Linien und amorphe Formen eingeschrieben haben. Ein kreisförmiges Feld, verschiedene Öffnungen und längliche Schattenzonen erscheinen nicht als gemalte Figuren, sondern als Negativformen – als Abdrücke von etwas, das einmal da war.

Die Komposition bleibt offen und fragmentarisch: Ränder brechen weg, Formen setzen sich nicht zu einem geschlossenen Motiv zusammen. Stattdessen entsteht ein Schwebezustand zwischen Karte, technischem Schema und abstrakter Landschaft. Das Auge wandert zwischen ruhigen, fast nebelhaften Zonen und schärfer konturierten Spuren von Werkzeugen und Objekten.

Motiv und Bedeutung

Der Titel „Structures of Clearing“ verweist auf einen Prozess des Freilegens und Klärens. Was hier sichtbar wird, sind nicht die „eigentlichen“ Objekte, sondern ihre Abwesenheit: Negativformen, Überschüsse, Reste. Die Arbeit kehrt die Hierarchie um – der Untergrund der Produktion wird zum eigentlichen Bild, das vermeintlich Nebensächliche rückt ins Zentrum.

In dieser Verschiebung liegt eine stille, poetische Geste: Die Spuren des Arbeitens werden nicht gelöscht, sondern als eigenständige Struktur ernst genommen. Das Bild erzählt vom Verhältnis von Material und Handlung, von Überlagerung und Tilgung, von dem, was bleibt, wenn das Eigentliche schon weitergezogen ist.

Kontext und Entstehung

Die Kunststoffbodenplatten dienten ursprünglich als Unterlage beim Besprühen der Objekte der Serie „Thanks to Material“. Im Prozess des Goldsprühens lagerten sich Schichten von Farbe, Staub und Schattenrissen der aufgelegten Dinge ab. Was sich über die Zeit ansammelte, waren vielschichtige, übereinander geschobene Negative dieser Objekte – eine Art visuelles Archiv ihrer Durchgänge durch das Atelier.

Aus dieser funktionalen Rolle heraus löst Blazejewski die Platten und behandelt sie als eigenständige Einzelwerke. Es existiert eine größere Zahl solcher Unterlagen mit jeweils eigenen Konstellationen von Spuren; „Structures of Clearing“ ist eines der konzentrierten Beispiele dieser Serie von zufällig begonnenen, aber bewusst geretteten Bildflächen.

Präsentation im Raum

Mit seinem kompakten 60 × 60 cm-Format lässt sich „Structures of Clearing“ sowohl als Solostück als auch in einer Reihe mit weiteren Platten zeigen. Die Verbindung von kühlem Blau und warm schimmernden Goldspuren reagiert stark auf Licht – je nach Blickwinkel verschiebt sich der Eindruck zwischen matter Fläche und subtil reflektierender Oberfläche. In ruhigen, reduzierten Räumen entfaltet das Werk seine Qualität als konzentrierter Ausschnitt eines größeren, unsichtbaren Arbeitsprozesses.

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